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Paket-Betrug: „Zollgebühren zahlen“ (DHL-Mail)

Eine Mail oder SMS sagt, Ihr Paket hänge fest, bis Sie eine kleine Zoll- oder Zustellgebühr zahlen? Das ist Kartenbetrug. So erkennen Sie ihn.

Veröffentlicht am 3 Min. Lesezeit

„Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Zahlen Sie 1,99 € Zollgebühr, um die Zustellung neu zu planen.“ Die Nachricht kommt per Mail oder SMS, angeblich von DHL, der Post, UPS oder dem Zoll. Der Betrag ist mit Absicht winzig: Den Betrügern geht es nicht um die 1,99 €, sondern um Ihre Kartendaten.

So funktioniert der Betrug

Der Link führt zu einer Kopie der Website des Paketdienstes. Dort geben Sie Ihre Karte ein, um die kleine Gebühr zu zahlen. Mit diesen Daten buchen die Betrüger dann viel größere Beträge ab. Manchmal rufen sie auch an und geben sich als Ihre Bank aus, um die Abbuchungen angeblich zu „stoppen“.

So erkennen Sie die Mail

  • Sie erwarten kein Paket, oder die Nachricht sagt nicht, was drin ist.
  • Es wird eine kleine Gebühr verlangt: Zoll, Neuzustellung oder Lagerung.
  • Es gibt eine Frist: „Ihr Paket geht in 48 Stunden zurück an den Absender.“
  • Der Link führt nicht zur echten Website des Paketdienstes.
  • Der Absender ist eine zufällige Adresse oder ein kostenloses Postfach.
  • Die Anrede ist allgemein, Ihr Name steht nicht drin.

Häufige Versionen

  • „Zollgebühren fällig“ für ein Paket, das angeblich aus dem Ausland kommt.
  • „Zustellung fehlgeschlagen, neuen Termin wählen“ mit einer kleinen Gebühr.
  • „Adresse unvollständig“: Sie sollen Ihre Daten bestätigen und zahlen.
  • Per SMS statt per Mail, mit gekürztem Link: derselbe Betrug auf dem Handy.

Was Sie tun sollten

  1. Nicht klicken und nicht zahlen.
  2. Öffnen Sie die App oder Website des Paketdienstes selbst und geben Sie die Sendungsnummer aus dem Shop ein.
  3. Haben Sie Ihre Karte eingegeben, rufen Sie sofort Ihre Bank an und lassen Sie die Karte sperren.
  4. Löschen Sie die Nachricht oder markieren Sie sie als Spam.

Und wenn Sie schon geklickt oder gezahlt haben?

Bleiben Sie ruhig, aber handeln Sie schnell. Sperren Sie die Karte und prüfen Sie Ihre Kontoauszüge auf Abbuchungen, die Sie nicht kennen. Haben Sie auch ein Passwort eingegeben, ändern Sie es überall, wo Sie es nutzen. Bewahren Sie die Nachricht und Screenshots auf. Sie können Anzeige bei der Polizei erstatten, zum Beispiel über die Online-Wache Ihres Bundeslandes. Die Verbraucherzentrale warnt vor aktuellen Maschen, und das BSI gibt allgemeine Tipps zur IT-Sicherheit.

Weitere Warnsignale finden Sie in Phishing-Mail erkennen: 9 Warnsignale.

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